Susi und Lesco

Die u.a. Artikel dürfen, mit freundlicher Genehmigung des "Trierischer Volksfreund" vom 19.06.2015, veröffentlicht werden

und können hier nachgelesen werden.

 

Artikel vom 17. September 2014

Familie und Dackel an erster Stelle

Hans-Paul May ist bekennender Dackelfreund. Seit 27 Jahren ist der 68-Jährige Mitglied im Dackelclub Trier-Saarburg.

In der TV-Serie "Mein Verein" erzählt er von der Arbeit des Vereins, den Problemen bei der Hundevermittlung und der

Liebe zu seinen Hunden Lesko und Susi.

Kam vom Boxer auf den Dackel: Hans-Paul May mit Susi (links) und Lesko. TV-Foto: Manuel Beh

 

Begonnen hat meine Zeit als Hundehalter mit einem Boxer. Es war nicht leicht, mit ihm umzugehen, und so kamen wir auf den Dackel. 

Dackel sind gute Begleithunde,die auf einen hören, aber auch ihren eigenen Kopf haben. Das macht für mich den Reiz an ihnen aus.

Auf einer Zuchtschau kam ich in Kontakt mit dem Dackelclub Trier-Saarburg. Damals als Neuling fühlte ich mich im Verein gut aufgehoben

und eignete mir dort Wissen über meine Tiere an.

Heute besitze ich mit Lesko und Susi meinen dritten und vierten Dackel. Für mich stehen meine Familie und die Dackel an erster Stelle.

Leider ist das nicht selbstverständlich. Susi kam unter traurigen Umständen zu mir. Ein Züchter verkaufte sie als Welpe an einen 91-jährigen

Mann, der nach kurzer Zeit starb. Die Erben wollten sie möglichst schnell loswerden und meldeten sich beim Dackelclub. Bis heute leidet

Susi unter den Erlebnissen, ist schreckhaft und verängstigt. Ich finde es unverantwortlich, dass ein Züchter aus reiner Profitgier Hunde

an Menschen verkauft, bei denen der Tod während des Hundelebens abzusehen ist. Als Züchter würde ich mich versichern, was mit dem

Dackel im Fall des Todes passiert.

Für uns Mitglieder im Dackelclub zählt der Hund mehr als das Geld. Vor einiger Zeit erlebte ich in der Tierklinik, dass ein Tier mit einer tiefen

Fleischwunde eingeliefert wurde. Der Besitzer wollte die notwendige Operation nicht bezahlen, sondern das Tier einschläfern lassen. Solche

Hundehalter sind keine Tierfreunde, denen es wirklich um das Lebewesen geht. Wir sind dagegen eine Gemeinschaft aus Dackelfreunden,

die ein ehrliches Interesse an den Tieren hat.

Ein Ehepaar aus Gusterath, auch Mitglieder im Dackelclub, vermittelt beispielsweise ausländische Hunde aus Rumänien und Ungarn

(siehe Geschichte Bonny und Candy). Dabei geht es ihnen nicht darum, dass die Hunde schnell neue Besitzer finden, sondern, dass es ihnen gut geht.

Ziel des Dackelclubs ist es, Leute für Dackel zu begeistern. Leider hatten wir dabei in den letzten Jahren keinen großen Erfolg. Uns fehlt der Nachwuchs.

Seit etwa 20 Jahren sind unsere Mitgliederzahlen rückläufig.

Sowohl Werbeflyer bei Tierärzten als auch Werbeveranstaltungen in der Stadt zeigten keine Resonanz. Die Jugend sollte das Fundament eines jeden

Vereins sein, damit er eine Zukunft hat. Denn die Organisation von Veranstaltungen ist Arbeit.

Ein Höhepunkt unseres Vereinsjahres ist eine gemeinsame Fahrt, letztes Jahr ging es nach Hachenburg im Westerwald. Diese Reisen tragen zu dem guten,

freundschaftlichen Klima im Verein bei.

Aufgezeichnet von Manuel Beh.

Bilder zu Susi und Lesco   hier klicken Galerie "Lesco u. Susi von H-P May"

TIERSCHUTZ

Zum Bericht "Familie und Dackel an erster Stelle" (TV vom 17. September 2014):
Wir wissen, dass das uns gut bekannte Ehepaar Helga und Paul May die einst so arme Dackelhündin Susi bei sich aufgenommen hat. Liebevoll und mit viel Erfahrung wird Susi, die gar nichts kannte, nun vom Ehepaar May dem Leben näher gebracht. Dackel Lesko hilft dabei. Als erfahrene Tierschützer wissen auch wir, wie mit solchen verschreckten und verängstigen Hunden umzugehen ist. Die arme Susi wurde als Welpe einfach von einem deutschen Züchter an einen 91-jährigen Herrn verkauft. Auch wir finden es als verantwortungslos, wenn ein Züchter einen Welpen an alte Menschen verkauft, ohne dass eine lebenslange Zukunft für den Hund gesichert ist. Häufig sind Menschen im hohen Alter mit der Haltung eines Welpen überfordert, so dass dieser auch nicht art- und welpengerecht gehalten wird. Dadurch entstehen beim Hund, besonders in der Prägungsphase, sehr oft Ängste und Unsicherheiten. Die Hunde sind physisch und psychisch am Ende. Bei manchen müssen erst einmal die Zähne saniert werden, bevor sie vom Tierschutz in ein neues Zuhause vermittelt werden. Manche haben noch nie oder schon lange keinen Tierarzt gesehen. Von uns ehrenamtlichen Tierschützern werden dann die Hunde, die nicht nur Dackel sind, mit Vor- und späterer Nachkontrolle vermittelt. Wir sprechen von vermitteln und nicht verkaufen, denn uns geht es nur um das Wohl des Hundes. Die Schutzgebühr, die dann der Verein bekommt, deckt oftmals nicht die Kosten, die dem Tierschutz entstanden sind. So konnten wir schon einigen Hunden im Inland helfen, wie auch den deutschen Tierheimen, wie zum Beispiel in Chemnitz und Mayen. Brigitte und Eckart Wedler, Gusterath
 

 

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